DiLeDaZ

Diagnostik von Lernstörungen bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache

Das Ziel des Projekts besteht darin, Leitlinien für die Diagnostik von Lernstörungen bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) zu entwickeln, sodass die Gültigkeit und die Fairness einer solchen Diagnose erhöht wird.

Ziele des Projekts
Es sollen Handlungsleitlinien zur Diagnostik von umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten (UESF) bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) erarbeitet werden. Auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse soll geklärt werden, welche diagnostischen Informationen herangezogen werden müssen, um bei einem lernschwachen Kind mit DaZ sicher differenzieren zu können, ob Lernprobleme die Folge einer unzureichenden Entwicklung in der Zweitsprache sind oder Ausdruck einer UESF. Es soll erläutert werden, welche diagnostischen Kriterien und Materialien beim Vorliegen mangelnder Deutschkenntnisse eine hohe Gültigkeit der UESF-Diagnose sicherstellen.

Forschungsdesign & Untersuchungsmethoden
Neben der Sichtung und theoretischen Diskussion der bisherigen Erkenntnisse und Befunde zur Lese-Rechtschreibentwicklung bei Kindern mit DaZ sowie der gängigen Testverfahren im deutschsprachigen Raum verfolgt das Projekt dazu bislang zwei empirische Forschungsansätze:

1. Zum einen beginnt im Herbst 2018 in Kooperation mit dem Projekt D2 (Frankfurt) eine umfangreiche Datenerhebung zur Lernentwicklung im Lesen und Schreiben bei Kindern mit und ohne DaZ und zu den möglichen Einflussbedingungen wie phonologische Informationsverarbeitung und Sprachstand in Deutsch. Diese Studie wird darüber Auskunft geben, ob die Leistungen und insbesondere die Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben von Kindern mit DaZ durch ähnliche oder eben andere Einflussfaktoren zustande kommen als bei Kindern ohne DaZ.

2. Zum anderen beschäftigt sich das Projekt mit den methodischen Möglichkeiten, die in Rechtschreib- und Lesetests verwendeten Aufgaben zu identifizieren, die möglicherweise für Kinder mit DaZ besonders schwierig sind und damit nicht fair messen. Anhand bereits vorhandener Datensätze aus früheren eigenen Projekten sollen diese Analysen dazu beitragen, um in einem späteren Schritt zu Aussagen über geeignete Tests / geeignetes Wortmaterial zu gelangen.

Kontakt
Prof. Dr. Claudia Mähler
Universität Hildesheim
Institut für Psychologie
Universitätsplatz 1
31141 Hildesheim
Tel: +49 (0)5121 883 10906
maehler@uni-hildesheim.de

Dr. Ariane von Goldammer
Universität Hildesheim
Institut für Psychologie
Universitätsplatz 1
31141 Hildesheim
Tel: +49 (0)5121 883 11004
goldammer@uni-hildesheim.de

Dr. Friederike Cartschau
Stiftung Universität Hildesheim
Institut für Psychologie
Universitätsplatz 1
31141 Hildesheim
Tel: +49 (0)5121 883 11030
cartschau@uni-hildesheim.de