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Das Gesamtvorhaben besteht aus einem Zentralprojekt mit zwei Schwerpunkten, der förderrelevanten Diagnostik und der evidenzbasierten Förderung von umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten (UESF). Innerhalb dieses Zentralprojektes gibt es jeweils drei Forschungsprojekte zur förderrelevanten Diagnostik und evidenzbasierten Förderung. Die Ergebnisse der insgesamt 6 Forschungsprojekte werden in den ersten 3 Jahren des Vorhabens generiert und abschließend in die Online-Plattform integriert.

Im Einzelnen handelt es sich bei den Forschungsprojekten im Bereich der förderrelevanten Diagnostik um:

  • Entwicklung eines Online-Screenings für Lernstörungen in der Grundschule >> Online-Screening
  • Individuelle Lernverlaufsdiagnostik zur adaptiven Förderung von Kindern mit Leseschwäche >> iLearn
  • Diagnostik von Lernstörungen bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache >> DiLeDaZ

Im Bereich evidenzbasierte Förderung geht es dabei um:

  • Kooperative Verhaltensmodifikation und PC-basierte Förderung von Verhaltensauffälligkeiten und Schulschwierigkeiten >> KOMPASS
  • Bedürfnisorientierte Förderung von Kindern mit umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten >> FÖNDIKS
  • Entwicklung und Evaluation eines adaptiven, klassenübergreifenden, computerisierten Rechtschreibförderprogrammes >> Namagi

Parallel werden im Zentralprojekte die technischen, rechtlichen und inhaltlich evidenzbasierten Grundlagen für die Diagnostik- und Förderplattform geschaffen. Hierzu gehören die Bewertung der verfügbaren Diagnostik- und Förderverfahren, die Erhebung nutzerspezifischer Anforderung und die Entwicklung von Algorithmen für den förderrelevanten Diagnostikprozess und für die evidenzbasierte und individualisierte Förderung.

Die Koordinierung des Verbundprojektes wird von einer ortsverteilten Koordinierungsstelle übernommen. Der eine Teil der Koordinierungsstelle sitzt in Frankfurt am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) unter der Leitung von Prof. Dr. Marcus Hasselhorn. Der zweite Teil der Koordinierungsstelle ist an der LMU München, Lehrstuhl für Kinder- und Jugendpsychiatrie und-psychotherapie und wird von Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne geleitet.

Zur übergeordneten Kontrolle und Steuerung von Milestones sowie zur Beratung und Unterstützung der Forschungsprojekte, des Zentralprojektes und der Gesamtprojektziele wurde eine Lenkungsgruppe konstituiert.

Die Lenkungsgruppe besteht aus den Projektkoordinatoren, den Projektleitern der Forschungsprojekte, zwei Fachdidaktikern (Deutsch und Mathematik) sowie Vertretern unterschiedlicher Stakeholdergruppen. Die Stakeholder wurden entsprechend den Anwendungsfeldern und –gruppen der Online-Plattform ausgewählt. Hierzu gehören Vertreter  der Schulpsychologie, der Kommunalen Jugendhilfe, der Lerntherapeuten, der IT und Plattformentwicklung, und der Eltern. Die Beteiligung von Stakeholdern an der Konzeption und der Umsetzung der Online-Plattform ist von großer Bedeutung, da der dringende Bedarf besteht, Forschungsergebnisse praxistauglich aufzubereiten, in die verschiedenen Praxisfelder zu kommunizieren und den Transfer und die Umsetzung in die Praxis zu begleiten.